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Fortbildung fortgesetzt

Pädagogischer Fachtag zu Elternarbeit


26.08.2011 - bke


"Elternarbeit ist mehr als Kuchenbacken" lautete der Titel eines pädagogischen Fachtags des Projekts "Regionales Übergangs-Management (RÜM). Er wurde am Donnerstag (25. August) im Technologie- und tagungszentrum (TTZ) abgehalten.
Das RÜM ist ein Projekt des Landkreises Marburg-Biedenkopf, der Universitätsstadt Marburg und der Kompetenzagentur Marburg-Biedenkopf. Der Aufgabenverbund unterstützt junge Menschen bei ihrer sozialen und beruflichen Integration.
Er will zu einem gelingenden Übergang von der Schule in den Beruf beitragen. Finanziert und gefördert wird er vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.
Auf dem pädagogischen Ffachtag wurden die Ergebnisse von verschiedenen Projekten vorgestellt. Eröffnet wurde die vierstündige Veranstaltung vom ersten Kreisbeigeordneten Dr. Karsten McGovern und der Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach.
Gerichtet war die Veranstaltung an verschiedene Beteiligte am Übergang von Schule zum Beruf wie Lehrkräfte, Berufsberater und auch Vertreter aus der Wirtschaft. Neben der Präsentation von Ergebnissen war auch die Vernetzung und die Möglichkeit eines informellen Erfahrungsaustauschs zwischen den diversen Akteuren ein entscheidendes Ziel der Veranstalter.
Das Eingangsreferat zum Thema Zukunftskonferenz hielt Herbert Schiffmann. Er ist Schulamtsdirektor im Schulamt für den Rheinisch-Bergischen Kreis und Dozent der Akademie der Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie (GwG).
Das Konzept der Zukunftskonferenz sieht vor, dass die Lehrkräfte zusammen mit den Eltern jedes Schülers einmal halbjährlich zusammentreffen und besprechen, welche Erfahrungen, Leistungsanforderungen und Möglichkeiten im kommenden halben Jahr auf den Jugendlichen zukommen. Davon erhoffen sich die Verantwortlichen eine optimale Einbeziehung der Eltern in den schulischen Werdegang ihres Nachwuchses.
Workshops zu verschiedenen Themen waren ebenfalls Teil der Veranstaltung. Unter dem Titel "Eltern, Lehrkräfte, Jugendliche auf Augenhöhe: Erfahrungen aus der Zukunftskonferenz" stellte Schiffmann Ergebnisse und bisherige Erfahrungen des Konzepts dar.
Im workshop "Elternarbeit aus der Region" präsentierten mehrere Lehrkräfte aus der Fortbildungsreihe "Berufsbezogene Elternarbeit" ihre Ergebnisse. Im Zeitraum eines Jahres hatte es mehrere Projekte zur Fortbildung und Einbeziehung von Eltern gegeben.
Mimi Krajczy vom Übergangsmanagement Schule-Beruf aus Kassel leitete den dritten Workshop zum Thema interkulturelle Elternarbeit. Unter dem Projektnamen "Müttercafé" wurden gezielt Mütter von Schülern mit Migrationshintergrund eingeladen und zusammengebracht.
Evelyne Rößer sagte als Projektleiterin des RÜM, dass viele der bisher durchgeführten Initiativen vielen Schülern sehr geholfen hätten. Für 80% der Schüler seien die Eltern immer noch die wichtigste Bezugsperson. Die Einbeziehung der Eltern beim Übergang von der Schule zum Beruf sei daher entscheidend.


Bernd Kerseboom - 26.08.2011



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